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Presseschau vom 4. Dezember 2017

Liebe Krimifreundinnen und -freunde,

das Jahr geht zu Ende, Fröhlichkeit und Besinnlichkeit allenthalben – als Gegengewicht deshalb hier frische Krimilinks! Wohl bekomm’s.

Jan Costin Wagner: Sakari lernt, durch Wände zu gehen, Galiani Verlag 2017Die Krimibestenliste Dezember ist da! Auf Platz 1: Jan Costin Wagner: „Sakari lernt, durch Wände zu gehen“; Platz 2: John le Carré: „Das Vermächtnis der Spione“; Platz 3: Oliver Bottini: „Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“. Neben Bottini, dem höchsten Neueinsteiger, auch neu auf der Liste: „Smonk“ von Tom Franklin auf Platz 5: Die zehn besten Krimis im Dezember

Ein Kriminalroman, der allen Ballast abgeworfen hat: Für Deutschlandfunk Kultur hat Kolja Mensing „Sakari lernt, durch Wände zu gehen“ von Jan Costin Wagner besprochen: Tod und Abgründe im Märchenland

Für NDR Kultur hat Ulrike Sárkány „Sakari lernt durch Wände zu gehen“ gelesen: Ein neuer Fall für Kimmo Joentaa

In der Sendung „Stilbruch“ (rbb) porträtiert Norbert Krohn Krimiautor Oliver Bottini.

Scharfsinnige Action: In der FAZ ist Kai Spanke voll des Lobes für „Small Crimes“ von Dave Zeltserman: So geht ein richtiger Untergeher unter

Eine Nacht, in der alles eskaliert: Bei Spiegel Online bespricht Marcus Müntefering „Außer Kontrolle“ von Volker Heise: Wo Menschen nur ein Rohstoff sind

Ein Krimi, der den Kopf, das Herz und das literarische Gespür schärft: In der Literarischen Welt ist Elmar Krekeler ziemlich angetan von „Selbstjustiz“ von Tanguy Viel: Darf man einen Immobilienhai ertrinken lassen?

Bei SWR 2 bespricht Frank Rumpel „Eileen“ von Ottessa Moshfegh.

Warschau als glitzernde Metropole mit doppelten Böden: Hinter der Bezahlschranke der Süddeutschen Zeitung bespricht Thomas Urban „Die Klasse“ von Dominik Rettinger: Hilferuf auf Sendung

Einer der besten Krimis des Jahres: Im Iori Fujiwara: Der Sonnenschirm des Terroristen, Cass Verlag 2017Tages-Anzeiger ist Hanspeter Eggenberger ziemlich begeistert von „Der Sonnenschirm des Terroristen“ von Iori Fujiwara: Ein Buch, um Spielschulden zu begleichen

Für die Frankfurter Rundschau hat Cornelia Geißler Philip Kerr interviewt: „Zehn Jahre später waren alle bei der Wehrmacht“

Ebenfalls in der Frankfurter Rundschau ist Cornlia Geißler angetan von „Alles über Heather“ von Matthew Weiner: Tödliche Blicke

Beim Radio SRF 1 stellt Annette König ihre Top-Ten 2017 vor, darunter auch ein paar Krimis, u. a. „Geständnisse“ von Kanae Minato und „Das Vermächtnis der Spione“ von John le Carré: «Diese Bücher haben mich 2017 begeistert»

Im Titel-Kulturmagazin bespricht Dietmar Jacobsen „Sie werden dich finden“ von James Rayburn: Allein gegen die CIA

In der Stuttgarter Zeitung steht Lukas Jenkner „München“ von Robert Harris wohlwollend gegenüber: Kalter Krieg im Führerbau

Außerdem bespricht Lukas Jenkner in der Stuttgarter Zeitung „Hitlers Prophet“ von Paul Kohl: Der Vulkan bricht aus

Der Krimitipp von WDR 2 ist diesmal „Oskar“ von Max Bronski, vorgestellt von Oliver Steuck.

Die Badische Zeitung hat Buchhändler, Lektor und Übersetzer Robert Schekulin zum Übersetzen, die Krise des Buchmarktes und die Übersättigung des Krimimarktes interviewt: „Der Krimi hat sich tot gesiegt“

Der „Polizeiruf 110“ im Überblick

Krimi weniger, eher im Mittepunkt das Tatort-Logo via WikipediaDrama, das sich das sich erzählen lässt am Wohlstandsgefälle, als dessen Trennlinie die Oder-Neiße-Friedensgrenze fungiert: Matthias Dell (Zeit Online) ist durchaus angetan vom „Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind“ (Frankfurt/Oder): Man hat immer eine Wahl

Tolle Figuren, aber langatmig findet Carolin Gasteiger in der Süddeutschen Zeitung den gestrigen „Polizeiruf“: Kampf ums Kind, Kampf ums Lebensglück

Etwas schlicht gedacht, aber wunderbar offenes Ende, bilanziert Inna Hartwich in der Neuen Zürcher Zeitung: «Polizeiruf 110»: Das Beste ist nicht immer gut

Solider gemachter Kriminalfilm: Bei WDR 5 ist Ulrich Noller rundum zufrieden mit dem Gesamtergebnis: „Das Beste für mein Kind“, Polizeiruf 110 aus Frankfurt/Oder

Über den deutschsprachigen Tellerrand

Aus organisatorischen Gründen fällt der Blick über den deutschsprachigen Tellerrand dieses Mal etwas knapper aus.

Im Guardian hat Mark Lawson „The best crime books and thrillers of 2017“ zusammengetragen. Diese Liste überschneidet sich nur einem Titel mit „The Best Crime Novels of 2017„, die Marilyn Stasio für die New York Times zusammengestellt hat. Und wieder ganz andere Bücher küren Declan Burke und Declan Hughes in der Irish Times zu den „20 best crime books of 2017„.

Das war’s für heute.

Viel Vergnügen mit den Links!

Herzlich,
Ihre
Kirsten Reimers

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