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Presseschau vom 5. März 2018

Liebe Krimifreundinnen und -freunde,

langsam steigen die Temperaturen wieder, womöglich wird es sogar irgendwann Frühling. Um Ihnen die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, hält der KrimiDetektor viele spannende, quietschefrische Krimilinks für Sie bereit!

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Die Krimibestenliste März ist da! Mit sechs neuen Titeln: Aufsteiger der Woche ist „Leiser Tod“ von Garry Disher: Das Buch stieg von null direkt auf den ersten Platz ein. Von null auf Platz 2 schaffte es „64“ von Hideo Yokoyama; auf Platz 3: „Die schwere Hand“ von Dror Mishani. Weitere neue Titel auf der Liste: Platz 5: Wallace Stroby: „Fast ein guter Plan“; Platz 8: Castle Freeman: „Der Klügere lädt nach“; Platz 9: Roger Smith: „Mann am Boden“; Platz 10: Tom Hillenbrand: „Hologrammatica“. 10 Plätze, 10 Autoren, keine Autorin.
Garry Disher: Leiser Tod, Unionsverlag 2018Die Liste ist wie immer zu finden in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und beim Deutschlandfunk Kultur, die Titel wie immer knapp und treffend charakterisiert von Jurysprecher Tobias Gohlis.

Der sechste und bislang beste Krimi der Reihe: Beim Deutschlandfunk Kultur ist Tobias Gohlis schwer angetan von „Leiser Tod“ von Garry Disher: Die dunkle Seite von Down Under

Am vergangenen Freitag widmete sich 3sat dem Verbrechen: Mit einer Doku zum Mythos vom perfekten Mord sowie mit einer Sendung zur Frage „Lust am Krimi. Wieviel Realität steckt in der Fiktion?
Dazu: Ein Interview mit Miriam Semrau, bekannt als Krimi-Mimi: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett; sowie Besprechungen von „Endgültig“ von Andreas Pflüger und „Rätsel und Komplotte“ von Luc Boltanski, wie auch einem Kolumnenbeitrag von Gert Scobel: Kolumne: Die Lust am Mord ist ungebrochen, bringt Auflage und Quote

Beim Bonner Krimi Archiv (BOKAS) ist der 66. Krimi-Tipp Sekundärliteratur von Thomas Przybilka erschienen.

In der Literarischen Welt ist Elmar Krekeler hingerissen von „Kerkerkind“ von Katja Bohnet: Serienmord? Das können auch Frauen

Manchmal ist die Realität näher an der Fiktion als umgekehrt: Im Neuen Deutschland bespricht Jürgen Amendt „Fronten“ von Leonhard F. Seidl: Wie der Wahnsinn entsteht

Altruismus statt Kokain – oder doch andersherum? Im Tagesspiegel empfiehlt Werner van Bebber „Small Crimes“ von Dave Zeltserman: Du hast es nicht anders verdient

Für SWR 2 hat Theresa Schnedermann „Offshore“ von Petros Markaris gelesen.

Hinter der Bezahlschranke der Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof, Rowohlt: Reinbek bei Hamburg 2018Süddeutschen Zeitung hat Oliver Meiler Andrea Camilleri interviewt: „Wenn ich aufstehe, liegen die Geschichten bereit“

Trüffelschwarzer Kriminalroman: In der Frankfurter Rundschau ist Sylvia Staude angetan von „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ von Antti Tuomainen: Mit dem Sterben hat er noch keine Erfahrung

Eine Täter-Suche voller Poesie, urkomisch, rabenschwarz: Für Radio SRF 1 hat Annette König „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ von Antti Tuomainen gelesen: Dieser finnische Krimi schmeisst mich ins Leben

Vergnügliche Hommage an den klassischen Privatdetektivroman: Im Tages-Anzeiger bespricht Hanspeter Eggenberger „So schön wie tot“ von Peter Haffner: Rasant, charmant und amüsant

Im Standard empfiehlt Hannah Mühlparzer „Die Maske“ von Fuminori Nakamura: Fuminori Nakamura: In der Hölle auf Erden

Stiller, aber eindringlicher Roman: WDR 2 Krimitipp von Udo Feist ist „Die schwere Hand“ von Dror Mishani.

Für das Titel-Kulturmagazin hat Dietmar Jacobsen „Das Vermächtnis der Spione“ von John le Carré bepsrochen: Götterdämmerung

Bestsellerautor Sebastian Fitzek stiftet den neuen Viktor Crime Award, der mit 6.666 Euro dotiert ist. Vergeben wird er erstmals im Herbst auf dem Krimifestival „Mord am Hellweg“ in Unna. Buchhändler, Verleger und Krimikritiker können Vorschläge einreichen. Die Jury besteht – neben Fitzek – aus Regine Weisbrod (freie Lektorin; Konstanz), Margarete von Schwarzkopf (Journalistin, u.a. für WDR, NDR, DF; Köln), Elisabeth Herrmann (Krimiautorin; Berlin) und Monika Kramp (Buchhändlerin, Buchhandlung Lesezeichen; Hillesheim).

Der „Tatort“ im Kreuzverhör

Zwischen Heide-Horror und Edgar-Wallace-Nebeln: Tatort-Logo via WikipediaAuf Zeit Online findet Matthias Dell „Waldlust“, den gestrigen „Tatort“ aus Ludwigshafen, nicht so schlimm wie „Babbeldasch“, den letzten improvisierten „Tatort“, aber jetzt auch nicht wirklich gut: Ich bin müde“

Faszinierend abstrus: Hanebüchene Handlung, alles überzeugend abstoßend – und doch konnte Carolin Gasteiger (Süddeutsche Zeitung) beim gestrigen „Tatort“ nicht weggucken, weil „die Figuren so schräg, das Setting so unheimlich und die Atmosphäre so düster“ gewesen seien: Ein Albtraum von Coaching-Seminar

Ein großer Abend für „Tatort“-Masochisten: Eigentlich ein unerträglicher „Tatort“ meint Ulrich Noller bei WDR 5, aber die Art und Weise, wie er gescheitert ist, sei ziemlich in Ordnung: „Waldlust“, Tatort aus Ludwigshafen

Daniele Muscionico hingegen ist in der Neuen Zürcher Zeitung schwer angetan: «Tatort»: Schweine lieben schöner

Über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus

In der New York Times bespricht Janet Maslin „The Sandman“ von Lars Kepler: A Monster in the Mold of Hannibal Lecter Haunts ‘The Sandman’

Außerdem in der New York Times: Marilyn Stasion bespricht neue Kriminalromane von Jane Harper, Steve Cavanagh, Christobel Kent, Robin Oliveira: Disappearing Acts: A Shelf of Missing-Person Mysteries

Walter Mosley: Down the River Unto the Sea, 2018Für die Los Angeles Times hat Steph Cha „Down the River Unto the Sea“ von Walter Mosley gelesen: Walter Mosley’s ‚Down the River Unto the Sea‘ is a noir that plunges into social issues

In der Chicago Tribune bespricht Lloyd Sachs „Down the River Unto the Sea“ von Walter Mosley: Walter Mosley’s lastest novel: All the more relevant in Black Lives Matter era

An interesting, somewhat offbeat novel: In der Washington Post bespricht Patrick Anderson „The Woman in the Water“ von Charles Finch: ‘The Woman in the Water’: An elegant mystery novel set in Victorian England

In der Los Angeles Review of Books interviewt Tess Gerritsen Lisa Gardner: Two Obsessive Crime Fighters

Sind Koreaner die neuen Skandinavier? Alison Flood stellt im Guardian koreanische Kriminalromane und Autor*innen vor: The new Scandi noir? The Korean writers reinventing the thriller

Time loops, body swaps and a psychopathic footman: Carrie O’Gradie hat für den Guardian „The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle“ von Stuart Turton gelesen: The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle by Stuart Turton review – Quantum Leap meets Agatha Christie

Ebenfalls im Guardian stellt Barry Forshaw „The best recent thrillers“ vor.

In der Irish Times erinnert Adrian McKinty an Philip K. Dick und dessen Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep“, der vor 50 Jahren erschienen ist: Do Androids Dream of Electric Sheep? A metaphysical detective story

Revelations and twists in prose salted with wit and wisdom: Declan Hughes hat für die Irisch Times „Sunburn“ von Laura Lippman besprochen: Sunburn by Laura Lippman review – noir tale handled with masterly flair

Das war’s für heute.

Viel Vergnügen mit den Links!

Herzlich,
Ihre
Kirsten Reimers

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