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Presseschau vom 7. Mai 2018

Liebe Krimifreundinnen und -freunde,

endlich! Die Temperaturen steigen, der Frühling ist da – und mit ihm die tollen lauen Abende, die man mit wunderbarer Lektüre verbringen kann, zum Beispiel mit spannenden und informativen Krimilinks. Extra für Sie haben wir hier wieder die wichtigsten zusammengesammelt – und es ist voll und bunt geworden!

Hideo Yokoyama: 64, Atrium 2018Die Krimibestenliste Mai ist erschienen: Auf Platz 1: „64“ von Hideo Yokoyama; höchster Neueinstieg auf Platz 2: „Blut Salz Wasser“ von Denise Mina; auf Platz 3 folgt „Leiser Tod“ von Garry Disher. Neu auf der Liste: Aidan Truhen: „Fuck You Very Much“ (4); Adrian McKinty: „Dirty Cops“ (5); Matthias Wittekind: „Die Tankstelle von Courcelles“ (7); Philip Kerr: „Kalter Frieden“ (9); Graeme Macrae Burnet: „Der Unfall auf der A 35“: Die vollständige Liste finden Sie hier beim Deutschlandfunk Kultur oder hier bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – die Titel wie immer knackig und treffend zusammengefasst von Jurysprecher Tobias Gohlis.

Präzise beobachtet, virtuous verflochten: Beim Deutschlandfunk Kultur ist Sonja Hartl begeistert von „Blut Salz Wasser“ von Denise Mina, dem höchsten Neueinstig der Krimibestenliste: Hinter der Fassade herrscht das Verbrechen

Anlässlich der Criminale in Halle beschäftigt sich „artour“ (MDR) mit der Frage, warum vor allem Frauen in Kriminalromanen zu Opfern werden – zu Wort kommen unter anderem Kritikerin Sonja Hartl, Lektorin Sabine Fieber, Autor Stefan Ludwig: Männlicher Täter, weibliches Opfer: Hat der Krimi ein Genderproblem?

Über das gleiche Thema spricht Vladimir Balzer mit Autorin Nina George bei MDR Kultur (Hörfunk): Nina George: Die Vielseitige

„Ein Roman wie eine Referenzspirale, die sich immer weiter verdichtet und verdreht, bis sie irgendwann zu einer Schlinge wird“: Bei Spiegel Online ist Marcus Müntefering hingerissen von „Pik-Bube“ von Joyce Carol Oates: Und dann greift er zur Axt

Jekyll-und-Hyde-Geschichte: In der Frankfurter Rundschau ist Sylvia Staude angetan von „Pik-Bube“ von Joyce Carol Oates: Sein Schundroman-Ich

Wie ein lauwarmer BigMac: In der Zeit findet Alard von Kittlitz „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing nicht so richtig überzeugend, aber immerhin: Besser als ein zähes Entrecôte

Für SWR 2 hat Pascal Fischer „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing gelesen.

Kürzer wäre besser: In „Die Presse“ findet Doris Kraus „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing etwas langatmig: Die fiese Raupe Nimmersatt: „Die Tyrannei des Schmetterlings“

Anlässlich seines 70. Geburtstags porträtiert Anne Phillipi in der FAZ James Ellroy, gern bezeichnet als der „beste Krimi-Autor der Welt“: „Gott hat mir eine Aufgabe gegeben“

Genre-Stücke und klassische Motive: Für „Noller liest“ (Cosmo) hat Ulrich Noller „Fuck  You Very Much“, „Unbescholtende Bürger“ und „Blauer Elefant“ gelesen: Aktuelle Kriminalliteratur – von Aidan Truhen, Raphaël Confiant, Ahmed Mourad

Sittenbild der Nachkriegsgesellschaft: Im Tagesspiegel bespricht Gunda Bartels „Schwere Knochen“ von David Schalko: So hart wie Diamant

Ein hochspannender und hochaktueller Katja Bohnet: Kerkerkind, München: Knaur 2018Krimi: Bei hr2-kultur ist Alfred Mentzer schwer angetan von „Der Preis des Todes“ von Horst Eckert.

„Das fehlt häufig auf dem deutschen Krimimarkt: Mut und vielleicht auch keine Perfektion“: Für die Kulturnews hat sich Nils Heuner mit Katja Bohnet über deren neuestes Buch „Kerkerkind“ und mehr unterhalten.

Im TITEL-Kulturmagazin ist Dietmar Jacobsen angetan von „Der letzte Befehl“ von Lee Child: Wie alles begann

Etwas harziger Auftakt einer neuen Reihe: Im Tages-Anzeiger findet Hanspeter Eggenberger „Krokodilwächter“ von Katrine Engberg eher so mittel: Ein Mörder zeichnet mit dem Messer

Bei Radio Bremen hat Martina Bittermann „Kluftinger“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr besprochen.

Solide Kost: Für die Stuttgarter Zeitung hat Lukas Jenkner „Mord am Fernsehturm“ von Klaus Barber gelesen: Kabale hinter den Kulissen der Fernsehwelt

Klassischer Krimi à la Miss Marple: Der WDR 2 Krimitipp ist „Dunkle Nächte auf Montmartre“ von P. B. Vauvillé. Oliver Steuck stellt ihn vor.

Am letzten Tag der Criminale in Halle wurden die Glauser-Preise vergeben: Gewonnen hat in der Sparte „Kriminalroman“ Jutta Profijt: „Unter Fremden“, in der Sparte Debüt Harald J. Marburger: „Totengräberspätzle“ und in der Sparte Kurzkrimi Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit „Hier in Tremonia“, in: „Killing You Softly“. Weitere Preisträger und alle Nominierte finden Sie hier: Die besten Krimis der Saison

Der „Tatort“ im Würgegriff

Überstrapazierte Running Gags, eine unglaubwürdige Tatort-Logo via WikipediaHandlung und Geschlechterklischees auf Mario-Barth-Niveau: In der Süddeutschen Zeitung ist Luise Checchin enttäuscht vom gestrigen „Tatort“: „Familien“ aus Köln: So abgedroschen wie abwegig

Der Kriminalfilm als Vorabend-Soap: Bei Zeit Online ist für Matthias Dell der „Tatort“ „Familien“ Synonym für das grauenvolle Mittelmaß der ARD-Sonntagabendkrimi-Produktion: Friede, Freude, Eierkuchen

Dichte Milieuschilderung, aber irgendwie arg konstruiert: Ulrich Noller meint bei WDR 5, dem gestrigen „Tatort“ „Familien“ fehlte die Plausibilität: „Familien“, Tatort aus Köln

Über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus

In den USA ist eine Neuübersetzung von Jean-Patrick Manchettes „La Princesse du sang“ (dt. Übersetzung: „Blutprinzessin“) unter dem Titel „Ivory Pearl“ erschienen. Das Vorwort von Manchettes Sohn Doug Headline ist nun bei CrimeReads zu lesen: Why Jean-Patrick Manchette Abandoned the Crime Novel

Michael Koryta: How ist happenedIn der New York Times stellt Marilyn Stasio Kriminalromane von John Sandford, Derek Haas, Mariah Fredericks und Jean-Luc Banalec vor: A Politician With Real Killer Instincts

In der Washington Post bespricht Dennis Drabelle „How it Happend“ von Michael Koryta: ‘How it Happened’ starts with a confession, but is it true?

„Compelling female characterization does exist — you just have to dig for it“: In der National Post zeigt Sadaf Ahsan: ‚Hard to miss‘: How male writers sexualize their female characters

Für CrimeReads hat sich Jon Michaud mit Stewart Neville getroffen: Stuart Neville and the Evolution of Belfast Crime

Im Guardian stellt Barry Forshaw „The best recent thrillers“ vor.

Für den Independent porträtiert David Barnett die Autorin Sarah Pinborough: Sarah Pinborough’s latest novel explores the dark side of women in suburbia

Das war’s für heute.

Viel Vergnügen mit den Links!

Herzlich,
Ihre
Kirsten Reimers

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