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Presseschau vom 7. November 2016

Liebe Krimifreundinnen und -freunde,

draußen wird es kälter und dunkler – perfekte Voraussetzungen, um mehr zu lesen. Diesen Newsletter zum Beispiel. Oder eins der Bücher, die in der ersten Novemberwoche besprochen wurden. Oder Sie sehen einen gruseligen Kurzfilm (siehe unten). Doch sehen Sie selbst. Die wichtigsten Krimilinks der Woche:

Die KrimiZeit-Bestenliste November ist erschienen. Auf Platz 1 diesen Monat: Franz Dobler: „Schlag ins Gesicht“, auf Platz 2 Malla Nunn: „Zeit der Finsternis“. Neu eingestiegen – neben Dobler: Peter Temple: „Die Schuld vergangener Tage“ (4); Matthias Wittekindt: „Der Unfall in der Rue Bisson“ (5); Candice Fox: „Eden“ (9).

dobler_schlagIm Nordwestradio hat Tobias Gohlis, Jurysprecher der KrimiZeit-Bestenliste, den Roman von Franz Dobler im Gespräch vorgestellt: Franz Dobler: Schlag ins Gesicht.
Für Philipp Haibach (Literarische Welt) ist „Schlag ins Gesicht“ ein grandioser München-Krimi: Die Kneipe am Ende des Universums

Wohlwollend, aber nicht begeistert steht Sylvia Staude Peter Temples Roman „Die Schuld der vergangenen Tage“ in der Frankfurter Rundschau gegenüber: Anständig bleiben

Ulrich Noller hat im Funkhaus Europa zwei Krimis besprochen, die sich mit dem Terror (von rechts) in Deutschland beschäftigen: Horst Eckert: „Wolfsspinne“ und Christian von Ditfurth: „Zwei Sekunden“: Terror made in Germany
Auch im Deutschlandradio Kultur hat sich Ulrich Noller mit dem Terror von rechts beschäftigt. Diesmal geht es um: Horst Eckert: „Wolfsspinne“, Marc-Oliver Bischoff: „Die Sippe“, Wolfgang Schorlau: „Die schützende Hand“, Oliver Bottini: „Im weißen Kreis“: Neonazistischer Terror als Krimistoff (Audiobeitrag)
Und auf SR3 hat Ulli Wagner ebenfalls Horst Eckerts Buch besprochen: SR 3 Krimitipp (Audiobeitrag). Hintergrundinformation zum Fall des NSU gibt es auf Horst Eckerts Homepage: Fünf Jahre danach

„Nur der Krimi bietet wahren Realismus“: Niklas Bender erkennt in der FAZ in Nicola Lagioias neuen Krimi „Eiskalter Süden“ eine Gegenwartsanalyse: In den Klauen der Blutsverwandtschaft

Ein „großartiger Roman über Opfer, Schuld und Wahn“: In der ZEIT hat Tobias Gohlis Friedrich Anis Roman „Nackter Mann, der brennt“ besprochen: Nichts mit Kindern
Auch Kirsten Reimers hat Anis Kriminalroman rezensiert, dazu außerdem „Zero One Dewey“ von Nathan Larson und „McGlue“ von Ottessa Moshfegh: Schuld und Scham

Ottessa Moshfeghs Buch hat auch Nils Heuner (Kulturnews) überzeugt: „McGlue“ von Ottessa Moshfegh. Außerdem ist er angetan von „Die letzten Tage des Kondor“ von James Grady.

„Mmh, durch die Plazenta mcewan_nussschaledekantierter Burgunder“: Auf Spiegel online ist Marcus Müntefering hingerissen von Ian McEwans neuem Buch „Nussschale“: Hier ist alles Bauchgefühl
„Mord mit Smoothie“: Wolfgang Schneider freut sich im Tagesspiegel, dass Ian McEwan mit „Nussschale“ zur makabren Komik seines Frühwerks zurückkehrt: Hamlet im Mutterbauch
Annemarie Stoltenberg (NDR) spürt das Vergnügen, mit dem „Nussschale“ geschrieben wurde – ebenso wie die ihn grundierende Verzweiflung: Monolog eines Ungeborenen

Bei WDR 5 gab es vergangene Woche live die Telefonische Mord(s)beratung – dabei unter anderem „Wolfsspinne“ von Horst Eckert und „Bist du glücklich?“ von Kai Hensel: Die telefonische Mord(s)beratung: Live vom Krimifestival Mord am Hellweg (Audiobeitrag)

In der Hessenschau (Hessischer Rundfunk) wurden Thriller für schlaflose Nächte vorgestellt – auch hier unter anderem „Bist du glücklich?“ von Kai Hensel, außerdem „V5N6 – Tödliches Fieber“ von Louise Welsh, „Die Verlockung“ von Andrea Camilleri und andere: Psychospiele und schlimme Albträume

„Spannend, aber wenig überraschend“: Felix Münger (SRF) über „Konklave“ von Robert Harris: Weisser Rauch und dreckige Geschäfte

Auf drei Zeitebenen geschrieben: die Geschichte eines Findelkindes: „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann ist für Claudio Campagna (NDR) das Buch des Monats.

Regina Stürickow hat ein Buch über den erfolgreichsten Kriminalisten der Weimarer Republik geschrieben – Monika Burghard (RadioBerlin 88,8) stellt es vor: Kommissar Gennat ermittelt. Die Erfindung der Mordinspektion

Außerdem ist die 10. Ausgabe der Krimi-Couch erschienen.

Und wie war der „Tatort“ am Sonntag? Ulrich Noller (WDR 5) ist gnädig gestimmt: Wie war der Tatort, Herr Noller?

In der New York Times hat Marilyn Stasio wieder The Latest and Best in Crime Fiction zusammengetragen.

child_night-schoolEbenfalls in der New York Times bespricht Peter Lattman den neuesten Roman von John Grisham: „The Whistler“: A Corrupt Judge. The Mob. Indian Casinos. The Latest Thriller From John Grisham.

Janet Maslin hat für die New York Times den aktuellen Jack-Reacher-Thriller von Lee Child gelesen: „Night School“, der 21. Roman der Serie: It’s 1996, and Jack Reacher Is Playing Nice With Others
John Lanchester hat sich für den New Yorker mit Lee Childs neuem Roman beschäftigt: How Jack Reacher Was Built

Buchverfilmungen: nah am Original bleiben oder sich davon lösen? Melanie McFarland (Salon) meint: Bei „The Walking Dead“ und „Game of Thrones“ war eine Lösung vom Text angesagt: “The Walking Dead” and “Game of Thrones”: When is it time to abandon the source?

Im Guardian hält Laura Wilson The best recent crime novels bereit. Und Cathi Unsworth hat „Rather Be the Devil“ von Ian Rankin gelesen: Rebus is on the case and off the cigarettes

In der Huffington Post hat Jackie K. Cooper „The Wrong Side of Goodbuy“ von Michael Connelly besprochen bzw. hymnisch abgefeiert: THE WRONG SIDE OF GOODBYE Proves Michael Connelly Is Still Master of His Universe

Und noch ein paar fiese Kurzfilme zum Schluss: The Most Terrifying Horror Shorts You Can Watch Online Right Now

Das war es für heute. Viel Vergnügen mit den Links!

Herzlich,
Ihre
Kirsten Reimers

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